
unbekannt Sechs Pfeifenköpfe, 17./18. Jh.
Dass man auch in Westfalen, auch im westlichen Münsterland, auch in kleinen Orten schon im 17. und 18. Jahrhundert Tabak konsumierte, belegen die Funde von tönernen Pfeifenköpfen. Unter anderem in Rosendahl-Osterwick, Kreis Coesfeld, kamen sie zutage, die Pfarrer Bernhard Heynck (1803–1886) aus Rhede sammelte und dem Altertumsverein schenkte. Es handelt sich leider sämtlich nurmehr um Fragmente, wobei drei der Köpfe noch figürliche Herstellermarken – Windmühle, Trompeter, ein liegendes Tier – tragen. Sie verweisen auf verschiedene Hersteller in den Niederlanden, beispielsweise Gouda, im späten 17. Jahrhundert; ins frühe und mittlere 18. Jahrhundert gehören dagegen die etwas schlankeren, größeren Formen der übrigen Stücke. Von den Niederlanden aus, besonders Amsterdam, verbreitete sich das Rauchen damals über ganz Europa.
Reininghaus, Wilfried / Thier, Bernd: Alles für den blauen Dunst. Tabak, Pfeifen und Dosen in Westfalen, in: Dethlefs, Gerd u. a. (Hg.): Seit 200 Jahren – Westfalen entdecken und erforschen. 200 Einblicke in die Sammlungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster, Bd. 12), Münster 2025, S. 324f.
- Gefunden u. a. in Rosendahl-Osterwick (Kr. Coesfeld)
- Geschenkt um 1873/74 von Pfarrer Bernhard Heynck, Rhede



