Relief von einem Buchdeckel mit der Kreuzigung Christi aus der St. Lambertuskirche in Ascheberg, um 1330/40
Der aus der St. Lambertuskirche in Ascheberg stammende Buchdeckel wurde vielleicht in einer münsterischen Goldschmiedewerkstatt angefertigt. Form und Stil der Kreuzigungsgruppe sind stark von der Pariser Elfenbeinkunst des 13./14. Jahrhunderts beeinflusst. Die Todesqualen des Erlösers kommen in der Verdrehung des schwer am Kreuz hängenden Körpers drastisch zum Ausdruck. Die Darstellung des Gekreuzigten mit Maria und Johannes entspricht dem so genannten Kanonbild. Sie war dem zentralen Text des Messbuches, dem Messkanon, vorangestellt. Formal hat sich die Kreuzigung aus der Initiale „T“ des „Te igitur“ (Dich also (bitten wir ...)), den Anfangsworten des Kanons, entwickelt. Die Kreuzigung setzt den Höhepunkt der Messe, den unblutigen Vollzug des blutigen Opfers Christi am Altar, bildlich um. PM
Petra Marx
- erworben 1930
Maße
25 15.5
Material
Inventarnummer
T-512 LM Standort
Nicht ausgestellt