Hl. Rochus, um 1490 – 1500
Der um 1295 in Montpellier geborene und 1327 dort verstorbene Rochus gilt als wichtigster Schutzheiliger gegen die Pest. Auf der Rückreise von einer Pilgerfahrt nach Rom, wo er unzählige Pestopfer wundersam geheilt hatte, erkrankte er selbst, wurde aber ebenfalls durch ein göttliches Wunder errettet: Ein Engel erschien zu seiner Pflege und der Hund eines Edelmanns versorgte ihn täglich mit Brot. Mit den Pestwellen des späten Mittelalters steigerte sich die Verehrung des Rochus nachdrücklich. Wiedergegeben wird er in der Regel als Pilger mit Schuhen, Mantel, einem barettartigen Hut und einer Pilgertasche. Der Pilgerstab, der die Tracht vervollständigte, ging bei der wahrscheinlich aus Dortmund-Hörde stammenden Figur mit der linken Hand verloren. Mit der Rechten deutet Rochus auf seine Pestwunde am linken Oberschenkel.
Petra Marx
- erworben 1911 im Kunsthandel Frankfurt, angeblich aus Dortmund-Hörde stammend
Maße
82.5 26 22
Material
Inventarnummer
E-370 LM Standort
Raum 1.10