
Heinz Elies Der Philosoph (Kopf), 1919
Das Gemälde „Der Philosoph“ von Heinz Elies zeigt das Brustbild eines Mannes mit einem sehr schmalen, spitzen Gesicht und einem Kinn- und Oberlippenbart. Das Gesicht des Protagonisten ist auf die rechte Bildhälfte gerückt; um den Kopf herum befinden sich seine Haare oder ein Tuch, welches über das Haupt gelegt ist und auf die Schultern herabfällt. Der Mund ist ausdruckslos und leicht geöffnet, während die Augen müde und fast hohl wirken. Der gesenkte Blick fällt auf ein Buch und eine daraufliegende Hand am unteren Bildrand. Fraglich ist, ob es sich um die eigene Hand des Mannes handelt, steht sie doch in einem ungewöhnlichen Winkel zum Rest des Köpers. Der Bildhintergrund lässt keine räumliche Einordnung zu. Die Farbgebung ist sehr dunkel: Nur Nase und Stirn scheinen Licht zu reflektieren, der Rest des Bildes ist in Grün- und Braunrottönen gehalten. Durch die ungesunde Grünfärbung des Gesichts und die dunklen, breiten Konturen wirkt das Gemälde wie ein typisches Porträt des Expressionismus. Es handelt sich um das einzige Bildnis von Heinz Elies und um eines von zwei gegenständlichen Gemälden von ihm in der Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur – die meisten der Nachkriegsarbeiten des Künstlers sind abstrakt.
LWL-Museum für Kunst und Kultur (Hg.): Die Gemälde der Moderne 1900 bis 1960. Die Sammlungen des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster [Best.-Kat. LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 2023], Petersberg 2023, S. 125.
Schenkung aus dem künstlerischen Nachlass
- 1962–1977 Nachlass des Künstlers/Martha Elies, Büren
- 1972–o. J. als Dauerleihgabe im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
- um 1977 erworben durch Schenkung.



