
Johann Christoph Rincklake Porträt von Elisabeth Rincklake, geb. Heidvogt, Mutter des Malers, um 1799 – 1800
Dieses Bildnis einer alten Frau trägt seit längerem den Namen der Mutter des Künstlers, doch ist diese Identifizierung ungewiss, da es nicht zum alten Bestand der Rincklake‘schen Familienbilder gehört. So wurde auch vorgeschlagen, es könne sich um die Schwiegermutter des Künstlers, Katharina Elisabeth Wemerskirch, geb. Löbke (1743–1799), handeln, doch ist dies noch unwahrscheinlicher.
Sollte es sich tatsächlich um Elisabeth Rincklake, geb. Heidvogt, also um die Mutter des Künstlers handeln, dann wäre das Gemälde vermutlich um 1799/1800 und damit posthum und eventuell nach einer Vorlage entstanden. Elisabeth Rincklake war bereits am 4. Januar 1795 in Harsewinkel verstorben. Der Künstler zeigt sie als Halbfigur fast frontal und mit dem Blick zu den Betrachtenden. Über ihren Schultern liegt ein anthrazitfarbener Schal mit Streifen in Rosa und Silber, der vor dem Körper zusammengefasst wurde. Auf ihrem Kopf sitzt eine weiße Haube mit Spitzen und einer Schleife, auf der wiederum ein schwarzer Schleier liegt und den Witwenstand bezeichnet. Ausdrucksstark ist das Gesicht mit den kleinen, trüb gewordenen Augen, der großen Nase und den sich stark abzeichnenden Falten.
- 2004 erworben



