
Auguste Herbin Adam und Eva, 1943
Wenngleich Auguste Herbin zunächst auch gegenständlich arbeitete, fokussierte er sich in seinen meisten Werken ab den 1920er-Jahren auf gegenstandslose Darstellungen. Ab etwa 1943 malte er insbesondere geometrische Formen, die sich statisch auf der Bildfläche zu befinden scheinen. Eines der Werke dieser Schaffenszeit ist „Adam und Eva“ von 1943.
Aus den hier gemalten geometrischen Formen lassen sich unter Einbeziehung des Bildtitels mehrere Andeutungen herauslesen: Der rote Kreis könnte auf einen Apfel verweisen, das Zusammenspiel aus kleinen, gestapelten Kreisen und den seitlichen, unten befindlichen Kreisen auf einen Penis – und somit Adam – und zuletzt würde ein Dreieck, gedeutet als Kelch, auf das weibliche Geschlecht, und somit Eva hinweisen.
Im Jahr 1972 hat das Museum das Gemälde bei der Galerie Denise René Hans Mayer in Düsseldorf erworben. Unbekannt ist, wann und von wem die Galerie das Gemälde erhielt. Es ist jedoch gut möglich, dass sie es noch direkt vom Künstler oder aus dem Nachlass bekommen hatte.
LWL-Museum für Kunst und Kultur (Hg.): Die Gemälde der Moderne 1900 bis 1960. Die Sammlungen des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster [Best.-Kat. LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 2023], Petersberg 2023, S. 196.
Erworben mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen
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- o. J.-1972 Galerie Denise René Hans Mayer, Düsseldorf
- 1972 erworben mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen



