4 Carrés, 4 Couleurs, um 1970
Der ehemalige Bauhauslehrer Josef Albers (1888–1976), der 1934 in die USA emigrierte, beschäftigte sich in seinen künstlerischen und kunsttheoretischen Werken mit dem Sehen und der Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung. Ab 1950 entwickelte er in über 2500 Variationen die Serie „Homage to the Square“. Auf einem quadratischen Bildträger sind drei bis vier ineinander geschachtelte, farbige Quadrate angeordnet, mit denen Albers die Wechselwirkungen von Farben, Tonwerten oder Helligkeiten untersucht. Für die drei Textilarbeiten aus der Sammlung der Westfälischen Provinzial wagte sich der Künstler – inspiriert und unterstützt von seiner Ehefrau, der Textilkünstlerin Anni Albers (1899–1994) – an ein für ihn neues Medium. Bei den Arbeiten handelt es sich um Probestücke für eine nicht realisierte Serienanfertigung von Wandteppichen, die um 1967 im französischen Aubusson hergestellt wurden. Bereits in den 1920er-Jahren entstanden hier Teppichserien nach Werken bedeutender Künstler wie Henri Matisse (1869–1954) und Pablo Picasso (1881–1973) – eine Traditionslinie, in die sich Albers als Künstler der Moderne einreiht. Kristin Bartels Literatur: Dethlefs, Gerd: Schatzhaus westfälischer Kunst und Forum der Moderne, in: Heimatpflege in Westfalen, 21. Jg., H. 2, Münster 2008, S. 1-12. Westfälische Provinzial Versicherung und LWL-Museum für Kunst und Kultur, Hermann Arnhold (Hg.): Nolde, Kippenberger, Fritsch & Co. in der Sammlung der Westfälischen Provinzial [Ausst. Kat.], Bielefeld 2017.
Leihgabe aus der Kunstsammlung der Provinzial Versicherung AG, Direktion Münster
Maße
178 176
Material
, Inventarnummer
1325 WPF Standort
Nicht ausgestellt