
Gabriele Münter Grabkreuze, 1909
Provenienz: - bis 1962 im Besitz der Künstlerin - 1962–1964 Nachlass der Künstlerin, Murnau - 1962–1964 Kunsthandlung Franz Resch, Gauting bei München, wohl in Kommission aus dem Nachlass der Künstlerin - seit 1964 LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, erworben von Franz Resch, Gauting Im Februar 1909 reiste Gabriele Münter zusammen mit ihrem Lebensgefährten Wassily Kandinsky nach Kochel am See. Nicht nur zur Erholung, sondern vor allem zur künstlerischen Weiterbildung. Denn für Kandinsky war das Arbeiten in der Natur und unter freiem Himmel Grundbedingung jeder selbstständigen künstlerischen Erfahrung. Dies lehrte er auch seine Schüler und Schülerinnen. Und Gabriele Münter war seine Gefährtin und Schülerin! Ein von Kandinsky aufgenommenes Foto zeigt die Künstlerin in einen dicken Wintermantel gehüllt, beim Malen auf dem Friedhof der Kocheler Pfarrkirche. Wir gingen im Landesmuseum Münster lange davon aus, das Bild sei ursprünglich im Besitz von Franz Marc gewesen. Doch in unseren Recherchen haben wir herausgefunden, dass diese Annahme auf einer Verwechslung mit dem Gemälde „Grabkränze“ beruhte, das sich heute im Franz-Marc-Museum in Kochel befindet. Zudem existiert eine zweite, ähnliche Fassung der Grabkreuze, die im Lenbachhaus in München hängt. Unser Gemälde hingegen behielt Gabriele Münter bis zu ihrem Tod im Jahre 1962. Erst aus ihrem Nachlass wurde es über den Kunsthandel 1964 an das LWL-Museum verkauft. Eline van Dijk
Eline van Dijk, Audioguidetext Provenienz
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Erworben mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung westfälischer Kulturarbeit e. V.
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