Gruppe mit Köpfen und Figuren, 1928
Oskar Schlemmer zählt bis heute zu den bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des Bauhauses. Der Maler, Bildhauer und Bühnenbildner leitete ab 1921 in Weimar die Werkstatt für Wandbildmalerei, 1923 übernahm er die Bühnenwerkstatt von Lothar Schreyer. Noch während seiner Zeit am Bauhaus entstand 1928 das Aquarell „Gruppe mit Köpfen und Figuren“. Schlemmer beteiligte sich in diesem Jahr erfolgreich an einem von Ernst Gosebruch (1872–1953) ausgeschriebenen Wettbewerb für die Ausgestaltung eines Wandfrieses im Brunnenraum des Essener Folkwang Museums. Das Aquarell ist wahrscheinlich in diesem Zusammenhang entstanden, erinnert es doch mit den stereometrischen, typisierenden Rückenfiguren motivisch an das im selben Jahr für den Folkwang-Zyklus angefertigte Gemälde „Gruppenbildende Jünglinge“. Die vertikale, nach oben drängende Ausrichtung mit einer Staffelung des Bildpersonals kennzeichnet beide Kompositionen, die für Schlemmers Bildsprache charakteristisch ist und die auch sein ikonisches Werk „Bauhaustreppe“ von 1932 (Museum of Modern Art, New York) auszeichnet.
Kristin Bartels
Karin von Maur: Oskar Schlemmer. Oeuvrekatalog der Gemälde, Aquarelle, Pastelle und Plastiken (Oeuvre-Kat., Bd. 2), München 1979.
Oskar Schlemmer. Wand – Bild. Bild – Wand [Ausst.-Kat. Städtische Kunsthalle Mannheim], Mannheim 1988. Karin von Maur: Oskar Schlemmer – Der Folkwang-Zyklus. Malerei um 1930 [Ausst-Kat. Staatsgalerie Stuttgart], Stuttgart 1993.
- o.J. Wilhelm Schlemmer, Stuttgart
- o.J.–mind. 1954 Marie Strenger, Stuttgart
- (o.J. Fritz Wilm Wallenborn, Seeshaupt)
- […]
- o.J.–1957 Galerie Fetscherin, München
- 1957 erworben
Maße
72.3 45.5
Material
, , , , Inventarnummer
1007 LM Standort
Nicht ausgestellt Kunstwerk des Monats
KdM_11_1999.pdf