Landschaft mit Krähen am Himmel, 1910
Das Gemälde „Landschaft mit Krähen am Himmel“ war das erste Werk Morgners in der Sammlung des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte und für viele Jahre das einzige. Es wurde im Oktober 1920 von Alfred Flechtheim (1878–1937) erworben, einem der wichtigsten Kunsthändler der Moderne, der neben französischen Künstlern vor allem solche aus dem Rheinland und Westfalen unterstützte.
Georg Tappert (1880–1957), seit 1919 für die Abwicklung der Vermögens- und Nachlassangelegenheiten Morgners verantwortlich, engagierte Flechtheim ab April 1920 für den Vertrieb von Morgners gesamtem Nachlass. Im Juli 1920 eröffnete Flechtheim infolgedessen die erste Einzelausstellung Morgners mit insgesamt 50 Ölbildern, auf der die „Landschaft mit Krähen am Himmel“ ausgestellt war. Auch das „Mittagsmahl“ (Inventar-Nr. 1258 LM), das 1959 aus dem Nachlass des Künstlers in die Sammlung gelangte, war dort zu sehen. Wenn Flechtheim im Anschluss auch kaum Ausstellungen mit Morgners Arbeiten organisierte – lediglich 1929 gab es eine zweite Einzelausstellung in der Galerie –, so gelangten mehrere Gemälde Morgners durch Schenkungen des Galeristen in verschiedene Museen in Nordrhein-Westfalen.
LWL-Museums für Kunst und Kultur (Hg.): Die Gemälde der Moderne 1900 bis 1960. Die Sammlungen des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster [Best.-Kat. LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 2003], Petersberg 2023, S. 390.
- 1920 Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf
- 1920 erworben