
Heinrich Schilking Das Hünengrab im Wald, 1841
Das zuletzt 2014 in der Ausstellung „Westfalen 1814 – 1914“ ausgestellte Gemälde ist 1880 vom Westfälischen Kunstverein als Bild eines gebürtigen Westfalen vom Künstler selbst angekauft worden. In Warendorf und geboren und als Sohn eines Apothekers in Oelde aufgewachsen, bewarb Schilking sich 1835 vergeblich um ein Stipendium des Kunstvereins für ein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, das er 1835 bis 1840 absolvierte. War dies Gemälde sein Meisterstück, das er bis dahin nicht verkauft hatte? Es zeigt sehr detailliert einen großen alten Eichenbaum mit bizarrem Geäst in einer Waldlichtung, und vor dem Baum ein teilweise von Strauchwerk überwuchertes Großsteingrab. Lichtdurchflutet kombiniert es Natur- und Kulturdenkmäler und bildet für Westfalen typische Motive ab. Schilking lebte bis 1851 in Düsseldorf, arbeitete dann bis 1869 in Braunschweig und schließlich in Oldenburg, wo er, zum Hofmaler ernannt, auch 1870 bis 1878 dem Vorstand des Kunstvereins angehörte. GD Literatur: Sondermann, Petra / Smieszchala, Alfred G. (Hrsg.): „… dem Künstler hinterhergereist …“. Heinrich Schilking. Ein westfälischer Maler des 19. Jahrhunderts. Petersberg 2015, hier S. 112 WV 21. Weyergraf, Bernd: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald. Ausst.Kat. Akademie der Künste Berlin 20. September bis 15. November 1987. Berlin 1987, S. 331, Abb. S. 140.
Dethlefs, Gerd
Leihgabe des Westfälischen Kunstvereins
Maße
Höhe 121.7 cm Breite 106.5 cm
Material
Öl, Leinwand Inventarnummer
320 WKV Standort
Nicht ausgestellt Kunstwerk des Monats
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Schilking