
Richard von Hagn Vorhalle der Markuskirche in Venedig, 1888
Das Gemälde zeigt einen Blick von Norden nach Süden durch die Vorhalle von S. Marco in Venedig und zwar von einem leicht erhöhten Standpunkt und in Richtung des Hauptportals der Basilika. Hier verlässt eine Dame gerade den Kirchenraum, um die marmornen Stufen herabzusteigen und dort auf einen Bettler mit Hut in der Hand zu treffen. Das Augenmerk liegt aber nicht auf den Figuren, sondern auf der umgebenden Architektur bzw. den wertvollen Säulen und Kapitellen sowie den goldenen Mosaiken aus dem 13. Jahrhundert, die das Gewölbe schmücken. Die kostbare Ausstattung liegt überwiegend im Dunkeln und nur durch das von rechts einfallenden Tageslicht werden die Fußbodenmosaiken erleuchtet und der goldene Glanz des Gewölbes ist zu erahnen. Der Schöpfer dieser Architekturdarstellung ist der aus dem Schleswig-Holsteinischen stammende Maler Richard von Hagn, der sich nach seiner Ausbildung in Dresden, München und Karlsruhe für längere Zeit bis 1888 in Venedig aufhielt und dort die Stadt und ihre Gebäude in seinen Gemälden festhielt.
- 1890 erworben durch den Westfälischen Kunstverein, Leihgabe
