Balance, 1989
Der Maler Ulrich Erben (*1940), der als Professor an der Kunstakademie Münster lehrte, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Konkreten Kunst in Deutschland. In seinen Gemälden untersucht er das Zusammenspiel von Formen und Farben auf der Leinwand, im Spannungsfeld von abstrakter und gegenständlicher Malerei. Während sich seine frühen Arbeiten durch monochrome Farbflächen auszeichnen, tritt in seinen Werken ab Mitte der 1970er-Jahre vermehrt die horizontale Linie in den Mittelpunkt. So bestimmen in seinem Gemälde „Balance“ zwei rechteckige, übereinanderliegende Farbfelder in Dunkelgrau und Orange, die sich vor einem ebenfalls grauen Hintergrund abheben, die Komposition. Durch die Betonung der Horizontalen wird ein Eindruck von Harmonie und Ruhe erzeugt, während das kräftige Orange vor dem grauen Hintergrund Assoziationen an eine Morgendämmerung weckt. Kristin Bartels Literatur: Rittmann, Annegret: 40 Jahre Konrad-von-Soest-Preis, Münster 1992. Franz, Erich: Werke nach 1945. Die Verflüchtigung des Sichtbaren [Best. Kat. Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte], Münster 1999. Brinkmann, Ludger u.a. (Hg.): Kunst für Westfalen. Die Kunstsammlung der Westfälischen Provinzial Versicherungen, Münster 2000. Leismann, Burkhard (Hg.): Avantgarde aus Westfalen. Die Konrad-von-Soest-Preisträger aus der Sammlung der Provinzial [Ausst. Kat. Kunstmuseum Ahlen], Bremen 2008. Westfälische Provinzial Versicherung und LWL-Museum für Kunst und Kultur, Hermann Arnhold (Hg.): Nolde, Kippenberger, Fritsch & Co. in der Sammlung der Westfälischen Provinzial [Ausst. Kat.], Bielefeld 2017.
Leihgabe aus der Kunstsammlung der Provinzial Versicherung AG, Direktion Münster
Maße
176.5 246.5
Material
, Inventarnummer
1964 WPF Standort
Münster, Provinzial