„Archiv für Geschichte und Altertumskunde Westphalens“ (1826–1838), „Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altert(h)umskunde“ (1838–1929), „Westfälische Zeitschrift“ (1930–2025), 1826/1838–2025
Das bis heute als „Westfälische Zeitschrift“ erscheinende Periodikum, herausgegeben von den Direktoren der beiden Abteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, kann 2025 sein 200-jähriges Jubiläum feiern. „Westfälische Zeitschrift“ heißt sie freilich erst seit 1930, ab 1838 erschien sie als „Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altert(h)umskunde“ – ihr Vorläufer seit 1825 war mit „Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens“ betitelt.
Im Zuge der Gründung des Paderborner Altertumsvereins im Juli 1824 übernahm Paul Wigand (1786–1866), der schon 1819/20 eine entsprechende Gesellschaft samt Zeitschrift hatte gründen wollen, die Redaktion und Herausgabe des „Archivs“. Er betreute es bis 1836, das letzte Heft kam 1838 heraus; der im September 1825 gegründete Münsteraner Altertumsverein schloss sich bereits 1826 dem Projekt an. 1836 einigten sich die zwei Vereinsabteilungen dann auf die Herausgabe einer gemeinsam redigierten Zeitschrift, die erstmals 1838 erschien.
Die Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens ist eines der ältesten nahezu lückenlos erscheinenden landesgeschichtlichen Periodika in Deutschland. Älter sind nur eine seit 1819 für Hannover/Niedersachsen und eine seit 1821 für Nassau herausgegebene Zeitschrift. Sie ist Dokument für das publizistische Wirken des Vereins, der seine Tätigkeit von Anfang an auch in der Erforschung und entsprechenden Publikation westfälischer Landesgeschichte sieht.
Grabe, Wilhelm: Landesgeschichte in Fortsetzung. Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde, in: Dethlefs, Gerd u. a. (Hg.): Seit 200 Jahren – Westfalen entdecken und erforschen. 200 Einblicke in die Sammlungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster, Bd. 12), Münster 2025, S. 436f.