
unbekannt Wasserschale (yay khwet gyi), 1905 – 1910
Um die äußere Wandung der in feinster yun-Technik prachtvoll verzierten und laut einer Inschrift "fünffarbigen" Wasserschale legt sich ein breites Schmuckband. Auf zwei Ebenen finden sich, durch elf Inschriften erläutert, Hauptmotive aus dem 547. Jataka, der Erzählung von Vessantara, dargestellt. Sie sind in einen nandwin-Dekor eingebettet, der Mitglieder des Königshauses vor und in verschiedenen Palastgebäuden zeigt. Die 547. und letzte Erzählung aus den früheren Existenzen Buddhas handelt von Vessantara, dem Sohn einer seit vielen Existenzen tugendhaften Königin. Seit seiner Jugend hat Vessantara bereitwillig jegliche Art von Almosen gestiftet; neben vielen kostbaren materiellen Besitztümern gab er schließlich auch seine beiden Kinder und zuletzt sogar seine Frau weg. Die auf der Schale dargestellten Szenen zeigen unter anderem Vessantara, der seinen prächtig geschmückten weißen Leibelefanten verschenkt und seine beiden Kinder mit Schlägen in die Hände eines Brahmanen treibt.



