
James Watson Fräulein Fordyce, 18. Jh.
Bis auf einen Hinweis in der Inschrift, dass es sich bei dieser porträtierten Frau um eine gewisse „Miss Fordyce“ handelt, bleibt die Identität der Dargestellten ungewiss. Es wird vermutet, dass Miss Fordyce die Tochter des schottischen Arztes und Chemikers George Fordyce und Schwester des schottischen Bankier Alexander Fordyce war, allerdings ist dieser Familienzusammenhang bisher nicht gesichert.
Die Inschrift verrät zudem, dass der Künstler James Watson mit dieser Grafik ein Gemälde von Joshua Reynolds (1723–1792) reproduzierte. Das Gemälde wiederum wurde von Walter Radcliffe (1733–1803) in Auftrag gegeben, was durch Reynolds’ Kontoauszüge belegt ist. Doch was veranlasste Radcliffe dazu, die junge Frau porträtieren zu lassen? Der Auftrag könnte auf eine persönliche Beziehung zwischen Miss Fordyce und Radcliffe hindeuten und es wird angenommen, dass sie seine Geliebte war. Im Jahr 1813 wurde das Gemälde jedoch unter dem Titel „Mrs. Greenwood“ in der British Institution ausgestellt. Dies lässt auf eine Heirat der Miss Forydce schließen, die fortan Mrs. Greenwood hieß. Heute werden das Gemälde und die Grafik unter beiden Titeln geführt.



