
unbekannt Dose für Räucherwerk (kōbako) in Form eines gefalteten Briefchens, 1. Hälfte 18. Jh.
Das flache, innen mit feinem nashiji gezierte Döschen ahmt die
Fom eines gefalteten und verknoteten Briefchens (結び文
musubibumi) nach. Es bietet eine raffiniert zusammengestellte
Musterkollektion differenzierter Streutechniken (kinfundame,
hiramaki-e, nashiji) und kostbarer Einlagen dar. Das sichtbare
Stück der Papierrückseite ziert ein Muster aus verstreuten
Ahornblättern, die Vorderseite wird von Päonienzweigen
geschmückt, deren Blätter, Blüten und Knospen in mehrfarbigem
hiramaki-e, partiell aufgelegtem okibirame, hellroter Koralle und
reliefierter Gold- und shibuichi-Folie eine überaus reiche
Wirkung entfalten. Die mit dem Frühjahr assoziierte Päonie steht
den fallenden Ahornblättern gegenüber, die eine herbstliche
Stimmung und das Bewußtsein von Vergänglichkeit beim dekoriertem und parfümiertem Papier hatte sich in Japan bereits
in der Heian-Zeit zu einem kultivierten Zeitvertreib der höfischaristokratischen
Gesellschaft entwickelt. Zwischen Liebenden
wurden dabei ganze Dialoge in Versform geführt, wobei oftmals
nach nächtlichem Besuch Gedichte in Briefform (後朝の文 bzw.
衣衣の文 kinuginu no fumi) als sehnsuchtsvoller Morgengruß
übersandt wurden.
Fom eines gefalteten und verknoteten Briefchens (結び文
musubibumi) nach. Es bietet eine raffiniert zusammengestellte
Musterkollektion differenzierter Streutechniken (kinfundame,
hiramaki-e, nashiji) und kostbarer Einlagen dar. Das sichtbare
Stück der Papierrückseite ziert ein Muster aus verstreuten
Ahornblättern, die Vorderseite wird von Päonienzweigen
geschmückt, deren Blätter, Blüten und Knospen in mehrfarbigem
hiramaki-e, partiell aufgelegtem okibirame, hellroter Koralle und
reliefierter Gold- und shibuichi-Folie eine überaus reiche
Wirkung entfalten. Die mit dem Frühjahr assoziierte Päonie steht
den fallenden Ahornblättern gegenüber, die eine herbstliche
Stimmung und das Bewußtsein von Vergänglichkeit beim dekoriertem und parfümiertem Papier hatte sich in Japan bereits
in der Heian-Zeit zu einem kultivierten Zeitvertreib der höfischaristokratischen
Gesellschaft entwickelt. Zwischen Liebenden
wurden dabei ganze Dialoge in Versform geführt, wobei oftmals
nach nächtlichem Besuch Gedichte in Briefform (後朝の文 bzw.
衣衣の文 kinuginu no fumi) als sehnsuchtsvoller Morgengruß
übersandt wurden.
London, Victoria and Albert Museum, Inv.-Nr. W242-1910; Lit.:
Japan Makie. Export Lacquer. Reflection of the West in Black
and Gold Makie. Kyoto National Museum, Osaka 2008, Kat.-Nr.
232.
Kopenhagen, The National Museum of Denmark, Inv.-Nr.
EAc.68; Lit.: Japan Makie. Export Lacquer. Reflection of the
West in Black and Gold Makie. Kyoto National Museum, Osaka
2008, Kat.-Nr. 74.
Japan Makie. Export Lacquer. Reflection of the West in Black
and Gold Makie. Kyoto National Museum, Osaka 2008, Kat.-Nr.
232.
Kopenhagen, The National Museum of Denmark, Inv.-Nr.
EAc.68; Lit.: Japan Makie. Export Lacquer. Reflection of the
West in Black and Gold Makie. Kyoto National Museum, Osaka
2008, Kat.-Nr. 74.
Sammlung Lackkunst
Maße
Höhe 1.1 cm Breite 8.3 cm Tiefe 6.8 cm Gewicht 7 g
Material
Holz, Lack, Metalle, Gold, Silber, Perlmutt, Koralle Inventarnummer
MfL-241a-b LM Standort
Nicht ausgestellt 


