

Shibata Zeshin (柴田 是真) Inrō mit Ojime und dem Dekor "Regenpfeifer über Wellenkämmen", 2. Hälfte 19. Jh.
In den matten, wie patinierte Bronze getönten Lackgrund (seidōnuri,
Bronzelack) mit sparsam eingestreuten winzigen
Goldkörnchen sind bis in Höhe der beiden oberen Fächer allseitig
Wellen eingekämmt. Diese Dekortechnik geht auf den um 1700
in Edo tätigen Lackmeister Seigai Kanshichi zurück und wird
daher Seigai-ha oder Kanshichi-nami genannt. Anläßlich eines im
Jahre 1845 an ihn ergangenen Auftrag hat Zeshin diese Technik
wiederbelebt und vervollkommnet. Bei diesem Verfahren wird
ein Lack, dem zur beschleunigten Härtung ein Bindemittel
beigemischt wurde, dünn aufgetragen. Das Wellenmuster wird
dann mit Pinsel oder Spachtel in den noch feuchten Lack
eingezeichnet und bleibt in rasch erstarrender, feiner Riefelung
stehen.
Bronzelack) mit sparsam eingestreuten winzigen
Goldkörnchen sind bis in Höhe der beiden oberen Fächer allseitig
Wellen eingekämmt. Diese Dekortechnik geht auf den um 1700
in Edo tätigen Lackmeister Seigai Kanshichi zurück und wird
daher Seigai-ha oder Kanshichi-nami genannt. Anläßlich eines im
Jahre 1845 an ihn ergangenen Auftrag hat Zeshin diese Technik
wiederbelebt und vervollkommnet. Bei diesem Verfahren wird
ein Lack, dem zur beschleunigten Härtung ein Bindemittel
beigemischt wurde, dünn aufgetragen. Das Wellenmuster wird
dann mit Pinsel oder Spachtel in den noch feuchten Lack
eingezeichnet und bleibt in rasch erstarrender, feiner Riefelung
stehen.
Museum für Lackkunst
Sammlung Lackkunst
Maße
Höhe 8.6 cm Breite 5.9 cm Tiefe 2 cm Gewicht 44 g
Material
Lack, Metall, Bronze, Gold Inventarnummer
MfL-130 LM Standort
Nicht ausgestellt 



