
Gustav Deppe Rote Fördertürme, 1950
Gustav Deppe und seinen Mitstreitern der Gruppe „junger westen“ schwebte vor, den Gedanken des Bauhauses wieder aufleben zu lassen. Dessen gestalterische Ideen finden sich in der Arbeit „Rote Fördertürme“ zweifellos wieder. Die Natur als die Industrieanlagen umgebender Raum ist nun – anders als noch in den Werken zuvor – vollständig getilgt, stattdessen sind die Bauten jetzt in einem undefinierten Raum angeordnet.
Auffällig ist auch eine Veränderung in der von Deppe verwendeten Farbpalette. Zuvor noch ein breites, sich an der Realität orientierendes Kolorit nutzend, reduzierte er hier die Anzahl der verwendeten Farben deutlich. Das leuchtende Rot der Fördertürme sticht hervor und betont die reduzierte und abstrahierte Form der Industrieanlagen, die in einem starken Kontrast zur Umgebung stehen. Mit dieser individuellen Formensprache erinnert Deppe an Werke des Konstruktivismus, allerdings ohne auf eine reale Darstellung zu verzichten.
Gustav Deppe schenkte dem Museum dieses Werk 1952.LWL-Museum für Kunst und Kultur (Hg.): Die Gemälde der Moderne 1900 bis 1960. Die Sammlungen des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster [Best.-Kat. LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 2023], Petersberg 2023, S. 117.
Schenkung des Künstlers
- 1952 erworben durch Schenkung des Künstlers



