
Ludwig Michalek Bildnis Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Anfang 20. Jh.
Michalek, ein österreichischer Maler und Grafiker, stellte oft berühmte Zeitgenoss:innen wie Schriftsteller:innen und Komponist:innen im Porträt dar. In dieser Radierung der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916), die um 1908 entstanden ist, setzte er einen besonderen Fokus auf eine scharfe Linienführung, die Ebner-Eschenbach beinahe lebendig wirken lässt. Ein Grund für diese naturgetreue Darstellung ist eine Fotografie, die 1900 von Ebner-Eschenbach angefertigt wurde und als Vorlage für Michaleks Radierung diente.
Dieses Porträt ist nicht das einzige Bildnis, das Michalek von Ebner-Eschenbach schuf. Bereits 1899 stellte er sie in einer Radierung dar, 1914 folgte eine Silberstiftzeichnung und 1916 schließlich eine Kohlestiftzeichnung nach ihrer Totenmaske.
Marie von Ebner-Eschenbach war eine bedeutende deutschsprachige Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, die bei Kremsier in Tschechien geboren wurde und in Wien starb. Schon in ihrer Jugend begann sie zu schreiben und verfasste zahlreiche Werke, darunter auch „Die Poesie des Unbewußten“ von 1914 – eine autobiografische Erzählung in Form eines Briefromans. Obwohl Michaleks Radierung sechs Jahre vor dieser Veröffentlichung entstand, zierte sie das Frontispiz der Ausgabe von 1914 – wie genau es dazu kam, ist nicht überliefert.
Wilhelm Bietak: Ebner von Eschenbach, Marie Freifrau von, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 4, Berlin 1959, S. 265–267.
Marie von Ebner-Eschenbach _ Wikipedia
Marie von Ebner-Eschenbach _ Allgemeine Künstlerlexikon
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