3. Postkarte (Chicago) [fountain], 2001 – 2002
Mit der Wahl ihrer Motive aus Konsumwelt und Populärkultur, die seriell mittels Siebdruck reproduziert werden, verweist Katharina Fritsch auf die Pop Art der 1960er-Jahre. Der Prozess des Erinnerns und mediale Zeugnisse von Erinnerungskultur sind zentrale Themen ihrer Arbeiten. Dies zeigen auch ihre „Postkarten“ mit Ansichten der amerikanischen Großstadt Chicago, die um 2001 anlässlich einer Ausstellung im dortigen Museum of Contemporary Art entstanden. Die Postkarte als handlicher Urlaubsgruß und kleines Dokument der Erinnerung wird hier durch die monumentale Größe und die knallige monochrome Farbgebung der Siebdrucke konterkariert. Der silhouettenhafte Umriss, hier beispielsweise in der Form eines Fisches, verstärkt den betont populären Charakter im Gegensatz zu einer rein intellektuellen abstrakten Kunst.
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster (Hg.): Zwischen Tür und Angel. Professorinnen und Professoren der Kunstakademie Münster im Dialog mit der Sammlung Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster [Ausst.-Kat. Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster 2005], Münster 2005.
Leismann, Burkhard (Hg.): Avantgarde aus Westfalen. Die Konrad-von-Soest-Preisträger aus der Sammlung der Provinzial [Ausst.-Kat. Kunstmuseum Ahlen, 2008/2009], Bremen 2008.
Westfälische Provinzial Versicherung / LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster (Hg.): Unerwartete Begegnungen. Nolde, Kippenberger, Fritsch & Co. in der Sammlung der Westfälischen Provinzial [Ausst.-Kat. LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 2017], Bielefeld/Berlin 2017.