
Johann Anton Kappers Brustbildnis Johann Matthias Detmar von Ascheberg zu Venne (1716–1771) als Domherr zu Münster, 1751
Das lebensnahe Bildnis des damals besten westfälischen Porträtmalers war von 2007 bis 2015 in Schloss Cappenberg ausgestellt. Es zeigt einen nachgeborenen Sohn der Familie von Ascheberg aus Venne: Der fünfte von sechs Söhnen des Johann Matthias von Ascheberg zu Venne (1675–1732) und der Catharina Elisabeth von Lipperheide (1682–1729) Erbtochter zu Ihorst und Buddenburg im Amt Vechta schlug wie sein jüngerer Bruder Karl Heinrich (1718–1760) die geistliche Laufbahn ein, übernahm 1736 von seinem älteren Bruder, dem Stammhalter Ernst Ludwig (1702–1761) dessen Dompräbende und wurde schon im folgenden Jahr Amtsherr zu Lüdinghausen, das vom Domkapitel verwaltet wurde, 1760 auch Oberwerkmeister des Domes. Ascheberg trägt hier die 1741 eingeführte Domherrentracht mit dem Chorhemd aus violettem, eigens aus Paris besorgten Damast sowie das 1721 von Fürstbischof Clemens August gestiftete Domherrenkreuz. Säule und Vorhang im Hintergrund sind als Würdeformel zu verstehen.
Dethlefs, Gerd
Kohl, Wilhelm: Das Domstift St. Paulus in Münster (Germania Sacra, NF. 37,2), Bd. 1, Berlin/New York 1987, S. 278, 601; Bd. 2, Berlin/New York 1982, S. 735-736.
Geisberg, Max: Die Stadt Münster Bd. 5: Der Dom (= Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen Bd. 41 Tl. 5), Münster 1937, S. 401-402.
Leihgabe aus Privatbesitz
Maße
Höhe 83 cm Breite 66 cm
Material
Öl, Leinwand Inventarnummer
2273 LG Standort
Nicht ausgestellt Kunstwerk des Monats
https://www.lwl.org/AIS5/Details/collect/12389


