
Friedrich Campe Ganzfigurbildnis Philipp Melanchthon (1497–1560), um 1820 – 1830
„Philippus Melanchthon Professor der griechischen Sprache“ – der Titel benennt Melanchthons Funktion an der Universität Wittenberg. Daher hält er anstelle des kleinen Buches eine Schriftrolle in seinen Händen. Es verweist zugleich auf seine Gelehrtentätigkeit. Melanchthons Schriften leisteten einen enormen Beitrag zur Entwicklung des christlich-humanistischen Bildungswesens. Die Abbildung in Ganzfigur verweist auf die hohe Wertschätzung, die Melanchthon deswegen entgegen gebracht wurde. Der vorliegende Kupferstich ist bei dem Verleger Friedrich Campe in Nürnberg erschienen, der sich 1802 dort mit einer Kunsthandlung niedergelassen hatte. Es ist wohl eine Kopie des Stiches von Daniel Berger (Inv.-Nr. C-601275 PAD). Der Verleger Campe scheint eine Serie dieser reproduzierten, nach Vorlage der Miniaturbildnisse Cranachs d. J. gestalteten, Kupferstiche herausgegeben zu haben. So gibt es als Gegenstück ein Porträt Martin Luthers (Inv.-Nr. C-601147 PAD) aus Campes Verlag. Julia Fesca Literatur: Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 29, 35. Friedrich Schorlemmer: Luther. Leben und Wirkung. Berlin 2017, S. 84-106.
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 39.9 cm Blatt Breite 24.2 cm Platte Höhe 30.2 cm Platte Breite 19.2 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601276 PAD Standort
Nicht ausgestellt Kunstwerk des Monats
https://www.lwl.org/AIS5/Details/collect/109401 Kunstwerk des Monats
https://www.lwl.org/AIS5/Details/collect/117312

