
unbekannt Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), 2. Hälfte des 16. Jh.
Der anonyme Künstler setzt Melanchthon als einen gütigen und freundlichen älteren Mann ins Bild; die Schaube weist ihn als Gelehrten aus. Das Gesicht ist runzelig. sein Mund ist zu einem Lächeln verzogen und der wache Blick ist nach oben gerichtet. Die Stirn hingegen hat er nachdenklich in Falten gelegt – wie in einem Zwiegespräch mit Gott. Der offene Hemdkragen spricht für eine gewisse Lässigkeit des sonst so ordentlichen Gelehrten. Das Gedicht unter der Darstellung rühmt Melanchthon als Weggefährten Luthers, Verkünder der Heiligen Schrift und Bezwinger des Teufels. Nach seinem Vorbilde sollen sich alle zu Gott bekehren (lassen). Damit bekommt das Bild eine propagandistische Note. Julia Fesca Literatur: Friedrich Schorlemmer: Luther. Leben und Wirkung. Berlin 2017, S. 84-106.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 30.2 cm Blatt Breite 22.9 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601278 PAD Standort
Nicht ausgestellt 


