
Conrad Meyer (1618-1689) Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), 1674
Das Porträt zeigt Melanchthon in der Schaube des Gelehrten, als Lehrer und Reformator. Den Blick auf den Betrachter gerichtet,, belehrt Melanchthon diesen, indem er mit dem rechten Zeigefinger auf das aufgeschlagene, dem Betrachter zugewandte Buch in seiner linken deutet. Der darin zu lesende Text ist ein Zitat der Bibelstelle Joh. 17,3 nach Luther: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“. Hier wird Melanchthon gleichzeitig zum Bibelexegeten, der die lutherische Theologie gegen die Heiligenverehrung der Katholiken vertritt. Tintenfass und Feder verweisen auf die eigenen Schriften Melanchthons. Unter dem Porträt ist eine aus Melanchthons Perspektive verfasste Charakterisierung hinzugefügt: „Klein war ich, doch erfasste ich endlich diese Welt; der Ruhm meines Namens ist überall verbreitet.“ Julia Fesca Literatur: Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 15. Friedrich Schorlemmer: Luther. Leben und Wirkung. Berlin 2017, S. 84-106.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 32.9 cm Blatt Breite 22.1 cm Platte Höhe 22.3 cm Platte Breite 14.9 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601274 PAD Standort
Nicht ausgestellt