
Hendrik Hondius (1573-1650) Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), 1599, evtl. 3. Aufl. 1604 ?
Dieses wohl früheste Bildnis Melanchthons charakterisiert ihn als Philosophen. Es kopiert einen Kupferstich Albrecht Dürers von 1526, worauf dessen Künstlermonogramm verweist. Durch die Verwendung des Monogramms wird die Authentizität der Vorlage bewiesen. Hondius bürgt als Reproduktionsstecher für deren genaue Wiedergabe. Seinem Stich ist jedoch eine andere Inschrift beigefügt als bei Dürer: Der Stecher könne die Gelehrsamkeit und Beredtheit des Gelehrten nicht wiedergeben, aber er könne ihn mit einem Bildnis besser verewigen. Das Blatt stammt aus einem von Hendrik Hondius in Den Haag 1599 herausgegebenen biographischen Werk, das 42 Humanisten und Theologen darstellt, die sich um die Erneuerung der Religion verdient gemacht haben („Icones virorum nostra patrumque Memoria illustrium, quorum Opera cum Litterarum Studia, tum vera Religio fuit restaurata“); es erlebte bis 1603 zwei weitere Auflagen. Julia Fesca Literatur: Nadine Orenstein (Bearb.): Hendrik Hondius (The New Hollstein Dutch and Flemish Etchings, Engravings and Woodcuts 1450-1700, 3), Roosendaal 1994, S. 130/142 Nr. 193, I. Zustand. Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 26. 27.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 26.4 cm Blatt Breite 16.8 cm Platte Höhe 17.1 cm Platte Breite 12 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601269 PAD Standort
Nicht ausgestellt 