
unbekannt Ganzfigurbildnis des Philipp Melanchthon (1497–1560) in der Studierstube, um 1650 – 1700
Als Gelehrter, mit einem Talar bekleidet, steht Melanchthon in seiner Studierstube. Dieser Bildnistyp mit dem Tisch und dem aufgeschlagenen Buch folgt Bildern des heiligen Hieronymus, sodass Melanchthon in die Reihe der Kirchenväter eingeordnet wird. Das aufgeschlagene Buch in seinen Händen steht für das vertiefte Bibelstudium sowie für die lutherische Theologie, welche auf dem Wort Gottes beruht. Die Darstellung Melanchthons in ganzer Figur ist eine Nobilitierung seiner Person, da diese Bildformel in der Frühen Neuzeit zunächst Fürsten und hohen Adeligen vorbehalten war. Sie weist auf die hohe Wertschätzung hin, die ihm als Reformator und als Autor des Augsburger Bekenntnisses (1530) entgegengebracht wurde. Das lateinisch-niederländische Gedicht von je vier Versen rühmt ihn als Lehrenden, der mit Luther gegen das Fegefeuer und die Ablasslehre der römischen Kirche kämpfte. Julia Fesca Literatur: Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 23, 29, 36.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 36.8 cm Blatt Breite 23.6 cm Platte Höhe 31.7 cm Platte Breite 20.6 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601267 PAD Standort
Nicht ausgestellt Verwandte Begriffe
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