
Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), um 1825 – 1840
Das Porträt zeigt den noch relativ jungen Humanisten Melanchthon, ausgezeichnet mit einer pelzverbrämten Schaube, dem Gewand der Akademiker. Seine Disziplin und sein Sinn für Ordnung, mit denen er auch die lutherischen Ideen strukturierte, werden in der sorgfältig hergerichteten Kleidung, dem ordentlichen Haarschnitt und dem gestutzten Bart deutlich. Gleichzeitig ist Melanchthon konzentriert und nachdenklich, wie der in die ferne gerichtete Blick und die in Falten gelegte Stirn zeigen. Der Lithograf folgt dem Bildtypus Lucas Cranachs. Der Lithograph Godefroy Engelmann (1788-1839) gründete schon 1814 eine erste lithografische Anstalt in Mülhausen (ab 1816 in Straßburg) und gilt als Erfinder der Chromolithographie (Farblithographie mit mehreren Drucksteinen in verschiedenen Farben). Julia Fesca Literatur: Ulrich Thieme / Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Bd. 10. Leipzig 1914, S. 543. Wartburg-Stiftung Eisenach (Hg.): „Aller Knecht und Christi Untertan“ – Der Mensch Luther und sein Umfeld – Katalog der Ausstellungen zum 450. Todesjahr 1996, Wartburg/Eisenach 1996, S. 292. Weigl, Maria Lucia: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 19. Friedrich Schorlemmer: Luther. Leben und Wirkung. Berlin 2017, S. 84-106.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 31.9 cm Blatt Breite 24 cm Platte Höhe 24.5 cm Platte Breite 20.6 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601264 PAD Standort
Nicht ausgestellt 