
Carl Wilhelm Müller Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), um 1860/1865
Melanchthon trägt den Talar eines Predigers. Sein Kopf vor hellem Hintergrund erinnert an einen Glorienschein. Damit wird Melanchthon zu einem Heiligen stilisiert, in der Tradition der katholischen Heiligendarstellungen. Gleichzeitig symbolisiert der helle Schein auch die Erleuchtung Melanchthons, nämlich zum rechten Glauben gefunden zu haben. In seiner linken Hand hält er ein kleines Buch, welches die auf dem Wort Gottes beruhende lutherische Lehre symbolisiert. Das Bild dient der Verehrung des Autors des Augsburger Bekenntnisses 1530; das betont der Zierrahmen in Golddruck. Julia Fesca Literatur: Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 19, S. 29.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 38 cm Blatt Breite 31 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601262 PAD Standort
Nicht ausgestellt 


