Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), um 1840/50
Der als Halbfigur dargestellte Melanchthon trägt die pelzverbrämte Schaube und ist barhäuptig. Während die Schaube ihn als Angehörigen der akademischen Gesellschaft ausweist, ist das kleine Buch in seiner Hand ein Hinweis auf die Tätigkeit als Reformator. Es symbolisiert die lutherische Theologie, welche auf dem Wort Gottes beruht. Sein Blick fixiert einen Punkt außerhalb des Bildes, sodass er als Visionär in sich ruhend und nachdenklich wirkt. Die dargestellte Haltung distanziert ihn vom Betrachter und hebt den Reformator in eine höhere Sphäre. Der Lithograf Rudolf Hoffmann wirkte von etwa 1843 bis 1861 in Wien und war außerdem als Miniaturmaler tätig; das Blatt erschien in dem Verlag von Paterno & Cie. in Wien. Julia Fesca Literatur: Ulrich Thieme / Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Bd. 17. Leipzig 1924, S. 280. Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 29.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
55.5 37.9
Material
Inventarnummer
C-601259 PAD Standort
Nicht ausgestellt