
unbekannt Brustbild Philipp Melanchthon (1497–1560), um 1840/60
Das Porträt zeigt Melanchthon als Humanisten, ausgezeichnet mit einer pelzverbrämten Schaube, dem Gewand der Akademiker. Seine Disziplin und sein Sinn für Ordnung, mit denen er auch die lutherischen Ideen strukturierte, werden in der sorgfältig hergerichteten Kleidung, dem ordentlichen Haarschnitt und dem gestutzten Bart deutlich. Gleichzeitig ist der Gelehrte konzentriert und nachdenklich dargestellt, wie der visionär in die Ferne gerichtete Blick und die in Falten gelegte Stirn zeigen. Der Lithograf benutzte eine Bildvorlage von Lucas Cranach. Julia Fesca Literatur: Friedrich Schorlemmer: Luther. Leben und Wirkung. Berlin 2017, S. 84-106. Maria Lucia Weigl: Verschlüsselte Botschaften. Reformatoren im Bildnis. Bretten 2016, S. 19. Wartburg-Stiftung Eisenach (Hg.): „Aller Knecht und Christi Untertan“ – Der Mensch Luther und sein Umfeld – Katalog der Ausstellungen zum 450. Todesjahr 1996, Wartburg/Eisenach 1996, S. 292.
Julia Fesca
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 47.9 cm Blatt Breite 38.3 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601257 PAD Standort
Nicht ausgestellt 


