
Pieter Tanjé Hüftbildnis Martin Luther (1483-1546) in Zierrahmen, 1754
Martin Luther steht im typischen Talar an einem Tisch mit einem Buch in der linken Hand. Die dozierende Geste, der wache Blick und die festen Gesichtszüge künden von seiner Bedeutung als führender Theologe der Reformation. Das Bildnis hängt in schlichter Einfassung vor einer Wand unter einer Wölbung, von Planzen eingefasst. Unter diesem schwimmt ein schnatternder Schwan auf einem See. Dieser Schwan deutet auf eine Prophezeiung des Jan Hus, der 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannt wurde und der gesagt haben soll, man würde jetzt zwar eine Gans braten (tschechisch 'hus' = Gans) - ihm werde aber ein Schwan nachfolgen, der nicht so einfach getötet werden könne. Luther selbst soll diese Aussage auf sich bezogen haben. Zierrahmen und Bildnis sind von zwei verschiedenen Kupferplatten gedruckt; in den Niederlanden gab es bedeutende lutherische Gemeinden, so dass Luther auch hier hoch angesehen war. Tabea Sethmann/GD Literatur: Kuhn, Andreas - Stüber, Gabriele: Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten. Heidelberg 2016. S. 28-31. Seib, Gerhard [u.a.]: Luther im Porträt. Druckgrafik 1550-1900. Bad Oeynhausen 1983. S. 9-18, S. 84 Nr. 81.
Tabea Sethmann / Gerd Dethlefs
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 37.9 cm Blatt Breite 28.1 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601161 PAD Standort
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