
Friedrich Campe Ganzfigurbildnis Martin Luther (1483-1546), um 1810/20
Das Ganzfigurbildnis mit Talar und Barett ist eines der Standard-Bildnisse des Reformators, der wie ein evangelischer Kirchenvater wirkt. Allerdings ist er hier weniger kämpferisch als weise und milde charakterisiert. Die Starre und Strenge der lutherischen Orthodoxie ist durch pietistisch inspirierte Herzenswärme gelockert; Luther wird als sympathischer Mensch vermittelt, den man gern zum Freund hätte. Wahrscheinlich ist das Blatt eine Kopie nach dem Stich des Berliners Friedrich Wilhelm Bollinger 1812 (Inv.Nr. C-601148 PAD); Campe veröffentlichte auch ein Pendant mit dem Bildnis Melanchthons nach einem ebenfalls in Berlin 1812 entstandenen Stich von Daniel Berger. GD Literatur: Kuhn, Andreas u. Gabriele Stüber: Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten. Ubstadt-Weiher / Heidelberg 2016. S. 28-29. Geck, Albrecht: Von Cranach zur BILD-Zeitung – 500 Jahre Wandlung des Lutherbildnisses als Spiegel der Kirchen- und Kulturgeschichte in: Doerk, Elisabeth (Hg.): Reformatio in Nummis. Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen. Eisenach 2014. S. 86-87. Wex, Reinhold: Luthers und anderer Konterfei [Ausst.Kat.]. Braunschweig 1996. S. 54 (Bildnistyp).
Porträtarchiv Diepenbroick
Maße
Blatt Höhe 40.5 cm Blatt Breite 24.7 cm Platte Höhe 29.9 cm Platte Breite 19.1 cm
Material
Papier Inventarnummer
C-601147 PAD Standort
Nicht ausgestellt Kunstwerk des Monats
https://www.lwl.org/AIS5/Details/collect/109402 Kunstwerk des Monats
https://www.lwl.org/AIS5/Details/collect/117319


