Ganzfigurbildnis D. Martin Luther in seiner Studierstube, 1730
Dieses relativ kleinformatige Ganzfigurbildnis des Reformators "D. Martin Luther" zeigt den Reformator in dem populären Bildnistyp stehend in seinem Studierzimmer mit Schreibpult und Büchern. Sein Kopf ist im Gegensatz zu seinem Körper sehr klein. Hinter Luther steht ein Schwan, der als Synonym für Luther gesehen werden kann, aufgrund eines Zitates des beim Konstanzer Konzil 1415 als Ketzer verbrannten Jan Hus, der geweissagt haben soll, mit ihm werde eine Gans gebraten, ihm werde aber ein Schwan folgen, dessen Gesang sich nicht unterdrücken lassen werde - Luther selbst bezog diese Prophezeiung auf sich. Tabea Sethmann Literatur: Albrecht Geck: Von Cranach zur BILD-Zeitung - 500 Jahre Wandlung des Lutherbildnisses als Spiegel der Kirchen- und Kulturgeschichte, in: Elisabeth Doerk (Hg.): Reformatio in Nummis. Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen, Eisenach 2014, S. 86-87. Reinhold Wex: Luthers und anderer Konterfei [Ausst.Kat. Herzog Anton Ulrich Museum], Braunschweig 1996, S. 54 Nr. 44 (zum Bildnistyp). Gerhard Seib [u.a.]: Luther im Porträt. Druckgrafik 1500-1900, Bad Oeynhausen 1983, S. 9, 15.
Tabea Sethmann
Porträtarchiv Diepenbroick