
Oswald Achenbach Italienische Landschaft, um 1845 – 1850
2001 erworben
- 2001 erworben von der Kunsthandlung Aron Orzel, London
- Bereits seit 1968 befand sich das Werk als Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster, bis es im Jahr 2000 an die rechtmäßigen Eigentümer*innen, die Erbengemeinschaft nach Max Silberberg (1878-nach 1942), restituiert wurde. Der als Jude vom NS-Regime verfolgte und nach 1942 im KZ Theresienstadt ermordete Silberberg besaß das Gemälde von einem unbekannten Zeitpunkt an bis 1935. In diesem Jahr erfolgte der Zwangsverkauf seiner Villa, die fortan von dem Sicherheitsdienst der NSDAP genutzt wurde. Silberberg sah sich mit dem Verkauf der Immobilie ebenfalls zur Veräußerung seiner Kunstsammlung gezwungen. Das Gemälde „Italienische Landschaft“ wurde Anfang 1935 neben anderen Kunstgegenständen dem Berliner Auktionshaus Paul Graupe übergeben und kam dort auf der Versteigerung Nr. 141 zum Verkauf. Unbekannt ist, wie das Werk in den Besitz des Berliner Geheimrats Alexander Prentzel (1875-1955) gelangte, der seine eigene Sammlung wiederum im Mai 1942 bei dem Berliner Auktionshaus Hans W. Lange versteigern musste. Im Rahmen der Auktion erwarb das Deutsche Reich das Werk zur Ausstattung der „Führerresidenz“ Schloss Posen durch die Münchener Galerie Arnold. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich das Bild im Besitz der amerikanischen Besatzungsmacht, die es in den Central Collecting Point München überführte. Von dort aus gelangte es erst in den Besitz der Treuhandverwaltung des Freistaates Bayern und ab 1963 in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Nach der Restitution im Jahr 2000 konnte das Museum es 2001 auf dem Kunstmarkt zurückkaufen.
Maße
Höhe 27.5 cm Breite 41.5 cm
Material
Öl, Buchenholz Inventarnummer
1157 LM Standort
Nicht ausgestellt 