Kunstwerk des Monats

„Not Quite Under_Ground“: Eine Frage des Alter(n)s

Alter zeigt sich nicht nur an den ersten Falten im Gesicht, sondern auch in kulturellen Praktiken.
Was einst als problematisch oder unerwünscht galt, kann heute positiv umgedeutet werden. Am Beispiel der Tätowierung wird deutlich, wie aus einer marginalisierten Praxis ein weithin akzeptiertes Zeichen der Selbstverortung wurde. Michael Smith (* 1951) hat diese Beobachtung aufgegriffen und für die Skulptur Projekte Münster 2017 „Not Quite Under_Ground“ realisiert – ein Tattoo-Studio, das zum Labor für Fragen von Identität und Generation wurde. Bei der musealen Adaption zeigt sich, wie das Werk, das aus der unmittelbaren Erfahrung des urbanen Alltagsgeschehens entstand, in der Dauerausstellung nicht nur bewahrt wird, sondern eine neue, sich reflektierende Gegenwart entfaltet.

 

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Objekt teilen — LWL-Freilichtmuseum Detmold