Karl Ehlers

Biografie

Der in Norddeutschland geborene Künstler Karl Ehlers verbrachte seine Kindheit größtenteils im Ruhrgebiet. Seine künstlerische Laufbahn begann er an der Kunstgewerbeschule in Essen. Anschließend studierte er von 1923 bis 1928 an der Düsseldorfer Kunstakademie, bevor er Reisen in die Türkei, nach Griechenland und Italien unternahm und die Eindrücke der Landschaften dieser Länder auf Papier festhielt. Sie wurden wiederkehrende Motive seines zeichnerischen Œuvres. Während seiner Lehrtätigkeit an der Gewerblichen Berufsschule Duisburg in den 1930er-Jahren gründete Ehlers eine Steinmetzklasse. 1937 erhielt er ein Staatsstipendium der Kunstakademie Kassel. Nach Kriegsdienst und russischer Gefangenschaft ließ sich Ehlers 1948 in Detmold nieder. Bis 1970 leitete er die Bildhauerklasse der Werkkunstschule Münster. Seine Werke sind in der Nachkriegszeit stärker fantastisch und humoristischer. Es finden sich vermehrt surreal oder organisch-pflanzlich anmutende Gebilde, aber auch architektonisch konstruierte Formspiele. Die bekannte Plastik „Ineinandergefügt“ (1972/1977) auf dem Münsteraner Zoogelände, die posthum gegossen und aufgestellt wurde, steht beispielhaft für jene Fabelwesen, die immer wieder in seinen Zeichnungen und auch in seinem bildhauerischen Schaffen auftauchen. Ehlers wurde für sein vielschichtiges Werk mehrmals mit Auszeichnungen honoriert, so erhielt er unter anderem 1954 den Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Kunstrichtungen

Steckbrief

Beruf
Bildhauer, Zeichner
Geboren
16.03.1904 (Harsefeld-Hollenbeck)
Verstorben
16.04.1973 (Detmold)

Werke des Künstlers im LWL-Museum für Kunst und Kultur (20)

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Objekt teilen — LWL-Freilichtmuseum Detmold