Maximilian Dasio

Biografie

Biogramm: Sohn des kgl. Schloßverwalters Xaver D. 24.3.1900 # Minna Kolbe. 14.7.1944 Zerstörung des Münchner Wohnhauses in der Blütenstraße 10 und zahlr. Arbeiten, v.a. des graph. Frühwerks. Lebte danach in seinem Haus in Oberammergau. D.s ausgeprägte künstler. Vielseitigkeit ist typ. für das späte 19. und frühe 20. Jh. Stud.: 1884-91 Malerei an der ABK München, Lehrer Johann Caspar Herterich und Wilhelm von Diez. 1891 Italienaufenthalt als Staatsstipendiat. Ab 1891 freie Tätigkeit u.a. in der Dekorationswerkstätte des Dt. Theaters unter Anton Wagner. Es entstanden Fresken, Gem., Aqu., Zchngn, Rad. (z.B. mit frühen Zyklen wie 'Eros', 'Persephone' oder 'Teiresia und Odysseus'), Lith. sowie Hschn. (als Einzelblätter) und bis über 40 Bl. umfassende Folgen ('Georgslegende', 1918, beeinflußt von Jugendstil und japan. Graphik, 'Jungbrunnen', 'Die Hexe', 'Vom Teufel' u.a.). Gem. und das graph. Werk, Portr., relig., mytholog. oder profane Darst., in der Frühzeit auch bukol. Sujets und Lsch., sind durchweg realist.-gegenständl., oft dem Renaiss.-Stil angelehnt, zeitweise auch vom Jugendstil geprägt. D. ill. Bücher, entwarf Plakate, Exlibris, Briefmarken, Reklamemarken und Schmuck, malte Glasfenster, schnitt Kameen und Intaglien. Er modellierte großformatige Steinreliefs (z.B. 'Alois Senefelder', 1916), Holzfiguren, und Modelle für Figuren in Bronze, Keramik und Porzellan. Seit 1905 Stahlstiche für Münzentwürfe und Med., bis zum E. des 2. WK Teiln. an Wettb., zahlr. Preise. Neben Auswurfmünzen ('Ludwig III. von Bayern') Entwürfe für Kurantgeld (1927 5 Mark, Revers Eichbaum und 4 Gedenkmünzen, 1927 5 und 3 Mark Bremerhaven, und 3 Mark Nordhausen, 1931 3 Mark Magdeburg). Größte Bedeutung und bleibende Geltung erlangte D. als Medailleur. Angeregt durch den Kunsthistoriker Georg Habich und gefördert durch Georg Hitl, Besitzer der Poellathschen Prägeanstalt in Schrobenhausen, schnitt D. angelehnt an Renaiss.-Arbeiten Gußmodelle in Holz, Stein und Gips, aber auch Stahlstempel für Prägungen. Neben Fam.- und Fürsten-Portr. schuf er eine Bildnisreihe des Münchner Kulturlebens mit Med.-Portr. von Leo Samberger, Fritz von Miller, Richard Strauß, Kurt Friedrich-Freska, Albert Welti, Josef Huber-Feldkirch, Julius Diez, Carl Blos, Theodor Fischer, Martin Dülfer, Richard Berndl, Richard Riemenschneider, Heinrich Waderé, Josef Ruederer, Joseph Floßmann u.a., sowie meisterhaft komponierte Reliefs mit mytholog., allegor., relig. Szenen, Wappen und Schrift für Rückseiten oder selbständige Medaillen. D. gilt neben Rudolf Bosselt, Adolf von Hildebrand, Georg Römer und Benno Elkan als Erneuerer der dt. Medaillenkunst und als einer der Hauptvertreter der Münchner Med., deren Blüte in die Zeit von 1905 bis 1914 fällt. Hauptamtl. Tätigkeit als Lehrer der KGS u.a. mit Joseph Wackerle, seit 1909 Referent für Zeichenlehrer der Mittelschulen am Kultus-Minist., um Reform und Modernisierung des Zeichenunterrichts bemüht.

Kunstrichtungen

Steckbrief

Beruf
Maler, Grafiker, Medailleur
Geboren
28.02.1865 (München)
Verstorben
1954 (Oberammergau)

Werke des Künstlers im LWL-Museum für Kunst und Kultur (1)

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Objekt teilen — LWL-Freilichtmuseum Detmold