Willy Dammasch
Biografie
Der in Berlin geborene Willy Dammasch studierte bis 1913 an der Berliner Akademie und wurde dort besonders durch seinen Lehrer Carl Saltzmann (1847–1923), einem anerkannten Marinemaler, geprägt. Danach zog es den Künstler auf die Elbinsel Finkenwerder. Hier erhielt er Aufträge von Reedereien wie der HAPAG und verschiedenen Verlagen. 1915 zeigte das avantgardistische Kunsthaus Maria Kunde am Hamburger Hauptbahnhof Dammaschs Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich dem Jugendstil zu. 1922 zog es ihn auf den Wegen Paula Modersohn-Beckers (1876–1907) in die Künstler:innenkolonie nach Worpswede. Dort blieb Dammasch allerdings sowohl dem Kunstbetrieb als auch den meisten Kolleg:innen fremd, er eckte an. Während dieser Zeit prägte insbesondere der Expressionismus seine Arbeiten. Willy Dammasch schuf ausdrucksstarke Porträts und farbkräftige, geheimnisvoll wirkende Landschaftsdarstellungen in oftmals sehr pastosem Farbauftrag. Wie für viele andere Expressionisten auch, hatte der Nationalsozialismus ab 1933 große Auswirkungen auf Dammaschs Arbeit als Künstler. Zunächst zog er sich in ein abgeschiedenes Dorf in der Nähe von Worpswede zurück, anschließend ging er nach Berlin. Viele Werke gingen durch Kriegszerstörung seines Berliner Ateliers 1943 verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog es Dammasch zunächst nach Bad Salzuflen und ab 1956 wieder nach Worpswede. Obwohl er mit seinen Werken in zahlreichen Ausstellungen Worpsweder Künstler:innen bis zu seinem Tod vertreten war, dauerte es bis zu einer großen posthumen Einzelausstellung mehr als 30 Jahre. Auch ein Werkverzeichnis, welches sein Gesamtwerk umfassend würdigt, wurde erst in den 2010er-Jahren veröffentlicht.
Kunstrichtungen
Steckbrief
Maler
20.05.1887 (Berlin)
08.12.1983 (Worpswede)

