Holger Bunk
Biografie
Der Künstler Holger Bunk zählt zu den Pionieren einer neuen figurativen und erzählerischen Malerei, die in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre aufkam. Im Vordergrund seiner gegenständlichen Arbeiten stehen konzeptuelle und kunsthistorische Bezüge, die er aus einem Bildvokabular aus Architektur, Bühne und menschlicher Gestalt inszeniert. Stets spielt er mit den Wahrnehmungsgewohnheiten der Betrachtenden, indem er vielschichtige Anspielungen integriert, die in ihrem Zusammenspiel den betont statischen Bildwelten einen extrem narrativen Charakter verleihen. Bunks menschliche Figuren finden sich in fremdartigen, kulissenhaften Landschaften wieder, verharren scheinbar in Handlungen, die aber keine wirkliche Aktion oder Notwendigkeit auszudrücken scheinen. In großformatigen Malereien, Collagen, Wandmalereien, aber auch Zeichnungen, Pastellen und Aquarellen schafft Bunk sich zwischen Pop-Art und Politsatire eine einzigartige Position in der figurativen Malerei. Bunk genoss von 1974 bis 1982 eine von abstrakter Malerei geprägte Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Peter Kleemann (*1937) und Alfonso Hüppi (*1935). Größere Bekanntheit erlangte er durch die 1984 von Kasper König organisierte Düsseldorfer Ausstellung „von hier aus“. 1990 hatte er seine erste museale Einzelausstellung in der Kunsthalle Nürnberg, ein Jahr später war er zu Gast im Westfälischen Kunstverein in Münster. Von 1992 bis 2011 arbeitete er als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1998 verlieh der Landschaftsverband Westfalen-Lippe Holger Bunk den Konrad-von-Soest-Preis.
Steckbrief
Maler, Radierer, Lithograf, Holzschneider, Linolschneider, Zeichner, Installationskünstler
05.12.1954 (Essen)


















