Jan Baegert
Biografie
Biogramm: Sohn von Derick B. Den früheren Notnamen Meister von Cappenberg erhielt er nach dem Triptychon, das er für die ehem. Klosterkirche St.Johannes zu Cappenberg b. Lünen/Westf. schuf. Lehrzeit beim Vater, bis um 1500 auch dessen Mitarb. Vermutet wird eine Reise A. der 80er Jahre in die Niederlande. 1492 wird B. in den Rechnungsbüchern der Liebfrauenbruderschaft in Kalkar als Meister gen. Seit 1495 führte er dort einen eigenen Haushalt im Mathena-Viertel. Das erh. Œuvre B.s fällt in den Zeitraum von 1490-1530. In seinem Frühstil (um 1490-1510), der v.a. durch die Münsteraner Tafeln 'Anna Selbdritt' und der Clemenshospital-Folge vertreten ist, lassen sich die Verteilung weniger Akzente, die strenge Symmetrie und die repräsentative Eindringlichkeit der bibl. Schilderungen beobachten. Die mittlere Schaffensperiode (um 1510-24), in der die 'Anbetung der Könige' in Münster, die Flügel des Xantener Antonius-Altars und das Cappenberger Triptychon entstanden, zeigt eine größere Bedeutung der Landschaft, eine stärkere Akzentuierung des Hintergrundes, eine ausgeprägtere Plastizität seiner Fig. und eine zur renaissancehaften Repräsentation erhobene Darstellungsart. Der Spätstil des Malers (um 1524-35) läßt sich als monumental und repräsentativ kennzeichnen. Rhythm. Linienkompositionen, reich-dekorative und festgefügte Klarheit sowie stärkere Hell-Dunkel-Kontraste beleben seine Bilder, die bes. durch in Kleve, Köln und Münster erh. Werke vertreten sind.
Steckbrief
1465 (Wesel (Kreis Wesel))
1535 ()