Friedrich Adler (1878)
Biografie
Biogramm: 1894-97 Stud. Kunstgewerbeschule München, sowie bei H. Obrist und bei W. v. Debschitz; in dessen Atelier 1904-07 Lehrtätigkeit. Befreundet mit P. Bürck, dem er auch formal nahestand. 1907-33 Doz. an der Kunstgewerbeschule Hamburg. Zw. 1910-13 Leiter der Nürnberger Meisterkurse. In den 20er Jahren entwickelte er industrielle Herstellungsverfahren auf Batikbasis für die Adler-Textil-Werke Hamburg. Außerdem Arbeiten für die Werkstätten von P. Bruckmann & Söhne in Heilbronn, sowie Entwürfe für kunstgewerbl. Metallwarenfabrik O. G. F. Schmitt in Nürnberg. Ab 1933 (zwangspensioniert) Lehr- und Vortragstätigkeit im jüd. Kulturbund. - Kam vom Jugendstil über die Abstraktion des floralen Dekors zu abstrakter tekton. Ornamentik, die sein gesamtes Schaffen bestimmt. Entwarf und fertigte Stukkaturen, Keramik, Möbel, Stickerei, Einbände, Glasätzungen, Gold- und Zinngefäße (meist verschollenes jüd. Kultgerät), daneben jüd. Grabsteine z. B. in Laupheim.
Kunstrichtungen
Steckbrief
Kunsthandwerker, Bildhauer
29.04.1878 (Laupheim)
1942 (Auschwitz)